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Was macht ein Buchhalter und welche Berufszweige gibt es?

Was macht ein Buchhalter und welche Berufszweige gibt es?

Was macht ein Buchhalter und welche Berufszweige gibt es?

Dass es Buchhalter:innen gibt und sie in jedem gut aufgestellten Unternehmen zu finden sind, ist keine Neuheit. Doch welche Aufgaben übernehmen sie, welche Eigenschaften sollten sie mitbringen und welche Berufszweige gibt es? Auf Grundlage dieser Informationen empfehlen wir Ihnen in diesem Beitrag außerdem, ob Steuerberater:innen und welche Buchhalter:innen für Ihr Unternehmen in Frage kommen.

 

Kurz erklärt:

Buchhalter:innen sind in der Regel Angestellte, die im Rechnungswesen eines Unternehmens arbeiten. In manchen Fällen arbeiten Buchhalter:innen selbstständig und unterstützen mehrere kleine Unternehmen in Sachen Buchhaltung. Da die Branche des Rechnungswesens sehr weitläufig ist und „Buchhaltung“ in viele Unterkategorien unterteilt werden kann, reicht eine Ausbildung im kaufmännischen Sektor für diese Bezeichnung. Viele Buchhalter:innen absolvieren zusätzlich oder stattdessen ein Studium im Bereich Wirtschaftswissenschaften oder Betriebswirtschaftslehre. Wer jedoch lediglich eine Ausbildung vorweisen kann, muss oft zusätzlich eine Weiterbildung zum/zur Buchhalter:in machen. Das dauert in der Regel zwischen ein paar Monaten bis hin zu einem Jahr. Dabei sollen zukünftige Buchhalter:innen vor allem lernen, mit Buchungssoftwares umzugehen und sich alle Grundlagen des Arbeits-, Sozialversicherungs- sowie Lohnsteuerrecht anzueignen. Dafür eignen sich besonders Menschen mit analytischen Fähigkeiten, Fremdsprachenkenntnissen und einem guten Gefühl für Zahlen. Wer die Karriereleiter weiter aufsteigen möchte, kann sich zusätzlich als Bilanzbuchhalter:in ausbilden lassen. Dieser Beruf verspricht häufig eine Führungsposition im Unternehmen. 

 

Was macht ein:e Buchhalter:in?

Die Verbuchung aller Geschäftsvorfälle eines Unternehmens zählt im Allgemeinen zum Hauptjob eines/einer Buchhalter:in. Dazu gehören die Gewinn-und-Verlust-Rechnung mit allen Erträgen und Aufwendungen sowie Vermögen und Verbindlichkeiten, Lohn- und Gehaltsabrechnungen und der Jahresabschluss. In manchen Fällen fallen auch Zwischenberichte wie z. B. ein Halbjahresabschluss an. Außerdem muss ein*e Buchhalter:in mit Kund:innen und Mitarbeiter:innen in Kontakt bleiben, um mögliche Komplikationen zu klären. Der Jahresabschluss ist dabei ein wichtiger Teil. Er zeigt wie sich das Unternehmen – auch in Bezug auf vergangene Jahre – entwickelt hat. Anhand dessen lassen sich ebenfalls Prognosen für den Erfolg eines Unternehmens für die kommenden Jahre ableiten. Je nach Unternehmen wird zum Jahresabschluss eine Bilanz mit Hilfe der Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) oder eine Gewinn-und-Verlust-Rechnung (GuV) angefertigt. Die EÜR kommt jedoch nur für kleine Unternehmen und Selbstständige in Frage. Alle größeren Unternehmen sind zur doppelten Buchführung verpflichtet und müssen daher eine GuV anfertigen. Auf dieser Grundlage werden die Geschäftsbücher geführt. Diese Aufgaben sind essentiell für ein jedes Unternehmen, da nur mit der Überwachung und Ausführung eben beschriebener Prozesse die Liquidität und der Erfolg eines Unternehmens beeinflusst und garantiert werden können. Buchhalter:innen übernehmen also einen wichtigen Job im Unternehmen, da ihre Ergebnisse die Basis für Entscheidungen liefern. 

 

Welche Berufszweige gibt es?

In Sachen Buchhaltung, und vor allem in großen Unternehmen, lassen sich verschiedene Aufgabenbereiche und Berufszweige ableiten. Es gibt z. B. Finanzbuchhalter:innen, die sich wiederum in Kreditoren- und Debitorenbuchhalter:innen unterteilen lassen. Ein:e Kreditorenbuchhalter:in kümmert sich um die Verbuchung aller einhergehenden Rechnungen von Lieferanten und/oder Dienstleistern des Unternehmens. Debitorenbuchhalter:innen kümmern sich hingegen um alle ausgehenden Rechnungen, die von Kund:innen des Unternehmens bezahlt werden müssen.

Lohnbuchhalter:innen kümmern sich – wie der Name bereits verrät – um die Auszahlung von Lohn und Gehalt an Mitarbeiter:innen und um die rechtzeitige und korrekte Zahlung aller einhergehenden Abgaben und Steuern.

Anlagenverwalter:innen befassen sich mit dem immateriellen Vermögen eines Unternehmens. Dazu gehören z. B. Immobilien und Maschinen.

Buchhalter:innen, die sich um das Mahnwesen und die Rechnungserstellung kümmern, sorgen dafür, dass Prozesse automatisiert und somit die Effizienz erhöht werden kann. Beispielsweise sollte es hier für gewisse Vorgänge vorgefertigte Dokumente geben, sodass z. B. beim Zahlungsverzug eine automatische Mahnung an Betroffene geschickt wird.

 

Über das Rechnungswesen hinaus

Buchhalter:innen sollten neben den anfallenden Aufgaben mit allen Abteilungen des Unternehmens in regem Austausch stehen, um rechtzeitig über eventuelle Veränderungen Bescheid zu wissen. Außerdem arbeiten Buchhalter:innen insofern mit dem Finanzamt zusammen, als dass sie fertige Unterlagen einreichen und bei Problemen oder Fragen in Kontakt stehen. 

 

Alternative Steuerberater:in?

Handelt es sich um kleinere Unternehmen oder Selbstständige, übernehmen Steuerberater:innen oft einen Großteil der Arbeit des Rechnungswesens. Somit können sie alternativ zu einem/einer Buchhalter:in beauftragt werden, arbeiten dann jedoch meist von extern zu, da sie auch andere Klient:innen betreuen. In diesem Fall muss die Buchhaltung lediglich vorbereitet und an den/die Steuerberater:in übermittelt werden.

 

Welche Buchhalter:innen braucht ein Unternehmen?

Die Gliederung des Rechnungswesens ist maßgeblich von der Größe des Unternehmens, der Anzahl der Kund:innen und Mitarbeiter:innen, der Komplexität der Vorgänge und der Anzahl der Geschäftsvorfälle abhängig. Während in kleinen Unternehmen die Überwachung und Steuerung aller einhergehender Aufgaben von einer Person übernommen werden kann, genügt das in großen Unternehmen nicht. Dort ist es sinnvoll, mehrere Personen für verschiedene Aufgabenbereiche einzustellen.

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